Klettern wie um 1900

Ein Abenteuer für unerfahrene und erfahrene Bergsteiger

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Tauchen Sie ein in das Lebensgefühl der Alpinisten wie auf einem Gletscher um 1915 oder in den Schweizer Bergen © Timeline Images (3)

Klettern wie um 1900: In Schneeschuhen zur Berghütte wandern, Feuerholz mit dem Beil hacken, den Ofen anheizen und die klammen Hände am prasselnden Kamin wärmen – so verbrachten unsere Vorfahren vor hundert Jahren oftmals einen Tag in den Alpen. Anders ausgedrückt: Es gab weder elektrischen Strom noch fließend Wasser. Für viele Bauern um 1900 trotzdem Alltag auf der Alm. Demgegenüber ein Abenteuer für uns.

 

Diese Reise liegt teilweise in der Vergangenheit. Wir werden das Angebot aufgrund der hohen Nachfrage nächstes Jahr wiederholen. Hier geht es zur Anmeldung

 

Die Zahl der Touristen in der Alpenregion ist jedes Jahrzehnt um ein Vielfaches gestiegen. Mit dazu beigetragen hat der Alpenwanderer Ludwig Steub. Er hat das Hochland zu Beginn des 19. Jahrhunderts zu einem beliebten Ausflugsziel gemacht. Heutzutage ist es aber trotzdem noch möglich, unerschlossene Wanderpfade und Klettersteige zu entdecken. Manchmal, so scheint es, öffnet sich dabei ein Fenster in die unberührte Naturwelt der Alpenpioniere.

Es müsste das größte Vergnügen sein, einige Jahre nacheinander Alpenwanderungen machen zu können.

Johann Gottfried Seume

Yesterways nimmt den Dichter Seume daher beim Wort. Deshalb stellen wir Ihnen jedes Jahr eine neue Reihe von Berggipfeln und Hütten vor. Wir organisieren für Sie eine Kletterpartie abseits der ausgetretenen Pfade. In Absprache mit unseren örtlichen Bergsteigerexperten bestimmen wir eine individuell an Ihre Fähigkeit angepasste Route zum Klettern durch die jeweilige Alpenregion (Dauer: zwei bis fünf Tage). Ein Mindestmaß an Fitness ist überdies erforderlich, da die mehrstündigen Klettersteige auf keinen Fall zu unterschätzen sind.

Unsere Empfehlungen auf einen Blick

Alpentouren
  • Hüttenwochenende auf der Wasseralm (mittlere Klettertour)
  • Kraft tanken auf der Willersalpe (mittlere Klettertour)
  • Ruhe finden im Kaufbeurerhaus (leichte Klettertour)
Der karge Pfad
  • Wanderung zur Oberreintalhütte (schwere Klettertour)
  • Aufbruch zur Meilerhütte (schwere Klettertour)
Alpentouren

Hüttenwochenende auf der Wasseralm (mittlere Klettertour)

Grüne Wiesen erstrecken sich auf 1423 Metern Höhe vor der Wasseralm auf der Röth. Ein plätschernder Bach macht bemerkbar, wie nahe Besucher hier an der unberührten Natur leben. Hinter der Hütte stürzt der Röthbach-Wasserfall eine steile Felswand hinunter. Im Talkessel erleben Sie zudem die blühende Alpenlandschaft des Berchtesgadener Land – ein malerischer Anblick wie auf einem Landschaftsgemälde von Bob Ross.

 

Bei dem etwas mehr als vierstündigen Aufstieg von der Saletalm durch die Berchtesgadener Alpen erleben Sie beim Klettern die einmalige Idylle zwischen Steinernem Meer und Hagengebirge. Vor zwei Jahren hat sich die Selbstversorger-Hütte mit Gruppenlager zu einer beliebten Alpenvereinshütte mit Bewirtschaftung und 42 Hüttenplätzen gewandelt. Die rustikale Stube und die Wasserfalldusche auf der „Großen Sommerreib’n“ in der Nähe der Hütte machen das ZeitreisenErlebnis mehr als einmalig.

 

Nach einer Akklimatisierungsnacht auf der Hütte erklimmen Sie anschließend die beiden Teufelshörner auf über 2280 Metern. Diese Bergtour ist durchaus herausfordernd mit einer Schwierigkeitsstufe von UIAA II. Sie dauert wie auch der Weg zur Hütte dreieinhalb Stunden, sofern die Bedingungen optimal sind, meistens jedoch länger.

 

Kraft tanken auf der Willersalpe (mittlere Klettertour)

Mitten in den Allgäuer Alpen liegt eine prächtige Almhütte auf 866 Metern, die schon über einhundert Jahre auf dem Buckel hat. Vor der dunkel melierten Hütte der drei Bertele-Brüder stehen Bierbänke zur Rast für Wanderer und Radler bereit. In der Ferne erblicken Sie Nadelbaumwälder vor einem unvergleichlichen Bergpanorama. Am Abend sehen Sie mit Blick durch das Kreuzfenster, wie später die Sonne als glühender Feuerball zwischen der Bergkluft von Rotspitze und Großer Daumen untergeht. Die Hütte ist zwar keine Selbstversorgerhütte, aber die Speisekarte ist bewusst kleiner und rustikaler gehalten als andernorts. Das heißt je nachdem sind Suppen oder Brotzeiten sowie Getränke verfügbar.

 

In nur zwei Stunden Wanderung erreichbar, ist die Willersalpe auf Hinterstein ideal geeignet für den Einstieg in die Berge. Die Versorgung der abgelegenen Hütte geschieht teilweise über Karren (Haflinger und Esel). Häufig wird die Milch der Almkühe zu Käse verarbeitet. Das heißt: Käsespatzen gelten hier als regionale Spezialität!

 

Sie klettern über den Nordgrat auf den Rauhhorn Gipfel (etwa 2240 Meter). Von der Hinteren Schafwanne geht es an einer Felswand in den Steig mit einer Schwierigkeitsstufe von UIAA II.

 

Ruhe finden im Kaufbeurerhaus (leichte Klettertour)

Über dem Eingang des Kaufbeurer-Hauses liest sich die Plakette in etwa so: „Erbaut im Jahre 1905 von der Sektion Allgäu-Immenstadt des D.u.Ö. Alpenvereins“. Die beschauliche Hütte liegt auf der Nordseite der Hornbachkette in den Lechtaler Alpen. Nach etwa zweieinhalb Stunden erreichen Sie schließlich das Ziel auf 2005 Metern mit 14 verfügbaren Matratzenlagern beziehungsweise Übernachtungsplätzen. Der Blick ins tiefe Tal ist überdies ein unvergleichbares Erlebnis. Das Kaufbeurer-Haus ist eine Selbstversorgerhütte. Kaffee, Tee und andere Getränke gibt es nur am Wochenende zu erwerben. Für das rustikale Ambiente sorgt das kalte Wasser des Brunnens vor der Hüttentüre.

 

Ihre Klettertour in historischer Kleidung führt Sie an einem Tag zur Bretterspitze auf 2608 Metern und an einem anderen Tag zur Gliegerkarspitze auf 2575 Metern. Beide Touren sind vom Kletterniveau her Stufe UIAA I; daher auch für Bergsteigeranfänger geeignet.

Der karge Pfad

Die folgenden beiden Klettertouren sind nur zu empfehlen, wenn Sie bereits über mindestens ein Jahr Kletterfahrung verfügen.

In den Urlaub starten Sie mit einer vier bis fünf Stunden langen Wanderung zu einer von zwei Unterkünften im Wettersteingebirge. Eine Woche lang müssen Sie sich hier in der unbeheizten Hütte selbst versorgen und können mehrere Klettertouren in historischer Montur wie um 1900 absolvieren.

 

Wanderung zur Oberreintalhütte (schwere Klettertour)

Die Selbstversorgerhütte Oberreintal mit 60 Plätzen im Matratzenlager liegt auf 1525 Höhenmeter. Sie wurde inmitten hoch hinaufragender Felsentürme weit weg von Seilbahnen erbaut und liegt besonders abgeschieden im Wettersteingebirge. Mit anderen Worten: Sie erwartet ein karges, aber einprägsames Erlebnis auf dieser Basisstation für geübte Kletterer.

 

Bis zu vier Stunden dauert somit der Aufstieg. Speisen müssen selbst heraufgebracht werden, der Hüttenwirt bereitet diese – gegen einen geringen Obolus – gerne zu. Teewasser, Kaffee, Bier, Wasser, Limo und Wein kann gekauft werden. In der Alpinisten-Szene wird die Hütte auch Franz-Fischer-Hütte genannt, zu Ehren des beliebten Hüttenwirtes.

 

Gehen Sie während des Kletterns an Ihre Grenzen: Die drei folgenden Touren in der Schwierigkeit UIAA III-IX bieten Ihnen die ultimative Kletterherausforderung. Nähere Informationen auf Anfrage.

Oberreintalturm auf 1940 Metern: Tour A

Schüsselkarspitze auf 2555 Metern: Tour B

Scharnitzspitze 2461 auf Metern: Tour C

 

Aufbruch zur Meilerhütte (schwere Klettertour)

Auf 1670 Höhenmetern wartet eine der höchsten und gleichsam urigsten Hütten im Wettersteingebirge mit 70 Plätzen im Matratzenlager auf Ihren Besuch. Die Meilerhütte liegt am Dreitorspitzgatterl zwischen zwei riesigen Felswänden. Sie wurde 1911 aus Stein errichtet und verschmilzt förmlich mit dem felsigen Untergrund.

 

Bei gutem Wetter dauert der Aufstieg etwa fünfeinhalb Stunden. Der Blick auf die imposante Zugspitze und die exponierte Lage der Hütte sowie die anschließende Kletterpartie machen diese Zeitreise zu einem authentischen Erlebnis wie vor hundert Jahren.

 

Die prominenteste Tour führt normalerweise auf die Zugspitze, aber wir haben auch eine gewagtere Tour zur Leutascher Dreitorspitze im Programm, Schwierigkeit T6 und II UIAA. Informationen zur Dauer und Aufenthalt gerne auf Anfrage. Kletterausrüstung und historische Bergsteigerkleidung werden auf Wunsch gestellt.

Wandern und Klettern in den Bergen in historischer Bergsteigerkleidung wie bereits vor hundert Jahren – das gibt es dementsprechend nur bei uns! Dazu gehören zum Beispiel: Nietenstiefel, mehrere Paar Wollsocken und Seidentücher zum Umwickeln der Waden, schwere Gamaschen aus Leder, ein leichtes Baumwollhemd, eine dicke Lederjacke, Wollhandschuhe, Hut und Bergsteigerbrille.

 

Wir haben für Sie deshalb ein paar Details zur historischen Bergsteigerkleidung in einem Artikel zusammengefasst. Die sicherheitsrelevante Ausrüstung ist unbeschadet dessen an unsere Zeit angepasst.

Diese ZeitReise bieten wir erst wieder 2019 an.
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Pfingsten bis Anfang Oktober 2019