Blumeninsel Madeira 1885

Portugiesische Blumeninsel: Auf den Spuren von Paul Langerhans und seinem „Handbuch für Madeira“

Ob an der Nordküste oder am östlichsten Zipfel: die Blumeninsel Madeira lockt mit Natur pur © Eva Lechner (1)/Daniela Richter (1)/Annamartha (3) alle pixelio.de, jackmac34/pixabay (1), Websi/pixabay (1)

Die Blumeninsel Madeira wird gerne schwimmender Garten oder Perle des Atlantiks genannt. Diesem Ruf macht sie alle Ehre. Neben Stränden, wie sie sonst nur auf den kanarischen Inseln zu finden sind, fällt eines besonders auf: die mannigfaltig-bunte Vielfalt der Blumen, Sträucher und Bäume. Neben Strelitzien, Hortensien und Kaplilien sind über 800 Pflanzen auf der Insel beheimatet. 500 weitere Arten wurden zudem importiert. Auf Madeira findet man daher äußerst seltene Pflanzen der Sorveira oder Tramazeira, wie sie beispielsweise auf der Gartenanlage des Museums „Quinta das Cruzes“ in der Hauptstadt Funchal gepflegt werden. Im Küstenbereich hingegen wachsen kleine Sträucher, wie zum Beispiel die Fischfang-Wolfsmilch. In der Felsenregion gibt es wiederum Dickblattgewächse. Ab 300 Metern Höhe gibt es sogar ausufernde Lorbeerwälder zu bestaunen, was letztendlich nur einen Schluss zulässt: die Blumeninsel Madeira ist ein wahres Paradies für Botaniker und Naturfreunde!

Blumeninsel Madeira - Reiseplan im Überblick
  • 1. Tag Ankunft am Flughafen von Funchal und danach Oldtimerfahrt zur Quinta
  • 2. Tag Erkundung der historischen Denkmäler „Kloster Santa Clara“ und „Jesuitenkolleg Funchal“, anschließend Dinner im preisgekrönten „Restaurante Do Forte“ mit romantischem 3-Gänge-Menü
  • 3. Tag Gartenwanderung durch den „Palheiros Garten“ und Mittagessen beispielsweise unter Palmen im „Quinta da Casa Branca“
  • 4. Tag Vogelbeobachtung seltener Arten auf der Westseite von Madeira oder auch Fledermaus-Tour
  • 5. Tag Jeep-Fahrt und Levadawanderung zum Wasserfall „Levado do Rabacal“
  • 6. Tag Tag zur freien Verfügung
  • 7. Tag Katamarantour zu den Desertas-Inseln
  • 8. Tag Ausflug in die benachbarte Stadt Calheta im Südwesten der Insel mit dem einzigen Sandstrand auf Madeira
  • 9. Tag Wanderung zum Botanischen Garten „Presidential Palace Garden“
  • 10. Tag Halbtägiger Besuch des Weinguts „Blandy’s Wine Lodge“ und Rückreise nach Hamburg oder London

Paul Langerhans (* 1847 in Berlin, † 1888 in Funchal)
© CC 4.0 Wikimedia
Da sind Küstenlandschaften, wie sie schöner an wenigen Punkten der Erde sich finden,
und wer sie an einem hellen Tag von einem Schiff vier bis fünf Seemeilen von der Küste ab,
sieht, wird den Anblick in seiner Pracht nicht so bald vergessen.

Aus „Handbuch für Madeira“ von Paul Langerhans

Wer diese Zeilen liest, bekommt sicher Lust darauf, sich ein sonniges Plätzchen vor der Küste Portugals zu suchen – auf der Blumeninsel Madeira.

 

Mit der Veröffentlichung seines anfangs zitierten „Handbuch für Madeira“ hat der renommierte Forscher Paul Langerhans der Nachwelt nicht nur botanische Informationen an die Hand gegeben. Sondern der Arzt hat zudem sein geografisches und kulturelles Wissen um die heilende Kraft der Insel niedergeschrieben. In seinem Vorwort vermerkte er im April 1884: „Möge es denen nützlich sein, die seiner bedürfen.“ Wir haben die von ihm gepriesenen Vorzüge der Insel zum Anlass genommen, eine einzigartige Zeitreise in die Epoche von Louis Pasteur und Otto von Bismarck zu konzipieren.

Reisen auf die Blumeninsel Madeira seit vielen Jahren sehr beliebt

Ihr Erholungsurlaub beginnt mit einem Flug von Hamburg nach Funchal. In London und Hamburg fuhren damals die historischen Dampfer ab. Sie bekommen zum Beginn Ihrer Reise einen individuellen Ausgangspass und eine Aufenthaltskarte ausgehändigt. Die Dokumente ähneln denen, die zur Mitfahrt auf den Dampfschiffen der „Union Company“ in den 1880er-Jahren benötigt wurden. Ein „Assistent des werthen Herrn Professor Doctor Langerhans“ (Mitarbeiter von Yesterways) führt Ihnen den historischen Kontext vor Augen: Weshalb reisten Europäer gerne auf die Blumeninsel? Was gestaltete das Leben kurz vor der Jahrhundertwende interessant? Und warum haben die Madeirer vornehmlich englische Küche serviert?

Blumeninsel Madeira: Das gibt es zu entdecken

Um den Flug von Hamburg nach Funchal schließlich als Zeitschleuse zu nutzen, liegen gebügelte Zeitschriften der Jahre 1880-1885 wie damals zum Lesen bereit: „Weserzeitung“, „Augsburger Allgemeine“ und „Kladederadatsch“ – heute als Repliken verfügbar. Beim Kartenspiel oder historischen Puzzle bekommen Sie zudem ein neues Gespür für die alte Zeit vermittelt.

 

Bei Ihrer Ankunft auf der Blumeninsel am Flughafen der Hauptstadt Funchal empfängt Sie überdies ein Mitarbeiter von Yesterways in Gestalt der historischen Person Mr. Fransico Nunes. Er war um 1885 Ansprechpartner der deutschen Touristen und Hotelier auf der Insel. Zudem war er Gastgeber und Kenner der Vorgänge im Zollhaus. Er erläutert Ihnen im Stil der Living History allerhand wissenswerte Dinge über die historischen Hotels und Gegebenheiten vor Ort. Wir sind dem Damals zwei Jahre voraus: bei Ihrer Ankunft ertönt aus einem Grammophon „The Boy in the Gallery“ von George Ware.

 

Übernachten wie anno dazumal

 

Sie übernachten ähnlich wie die Deutschen vor über 130 Jahren in einer Villa, die „Quinta“ genannt wird. Diese Ferienwohnungen sind dabei möbliert und bieten den Komfort eines Bungalows mit Küche, bequemen Betten, kühler Raumtemperatur und Sanitäranlagen. Meist liegen diese nicht weit entfernt vom historischen Stadtkern von Funchal. Früher wurden die Quintas für die Saison oder ein Jahr lang vermietet. Der zuständige Verwalter dafür war um 1885 Mr. John Payne, doch aufgrund seiner Abwesenheit wird Herr Nunes seine Tätigkeit übernehmen, darunter fällt unter anderem das Abholen des Gepäcks.

 

© Meinhard Siegmundt/pixelio.de

 

Für zehn Tage genießen Sie das Leben auf der Insel. In der Quinta versorgen Sie sich selbst. Wir geben Ihnen aber auch eine Liste mit historischen Rezepten und Informationen über Ihre Umgebung an die Hand. Eine gängige Alternative zu den Ferienwohnungen ist übrigens das „Belmond Reid’s Palace“ – mit Blick auf den Ozean und Hotelpersonal als Ansprechpartner.

Diese Reise liegt in der Vergangenheit. Wir werden das Angebot aufgrund der hohen Nachfrage nächstes Jahr wiederholen. Hier geht es zur Anmeldung

Themenwanderung nach Paul Langerhans
Winter hat sich in Sommer gewandelt, an Stelle der kahlen Bäume, die er verlassen, ist er von reichem und üppigem Grün umgeben, für Schnee und Kälte hat er Sonnenglanz und Wärme getauscht, für eine kalte Winterlandschaft südliche Pracht und Reichthum, blauer Himmel, Sonnenschein, Weinberge und blaues Meer fesseln und erfreuen das Auge gerade in einem Augenblick, wo schon eine Landung auf nackten Felsen ein Genuss gewesen wäre.

Aus „Handbuch für Madeira“ von Paul Langerhans

Die von Paul Langerhans notierte Schönheit der Insel und ihre Artenvielfalt gibt also Anlass mehrere Themenwanderungen zu unternehmen. Dabei entdecken Sie die seltene Flora und Fauna in den Wäldern sowie entlang der Westküste. Paul Langerhans hat beiden Themen zwei ausführliche Kapitel in seinem Werk gewidmet, die auf jeden Fall während der Naturwanderung in Auszügen vorgelesen werden.

Impressionen

Fackellilien und Madeiragoldhähnchen © Annamartha/Eva Lechner/pixelio.de (2)

Diese ZeitReise bieten wir erst wieder 2019 an.
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Wir beraten Sie gerne.
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